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Testbericht

 

Modell:

mega x-fighter

Hersteller:

arkai

Spannweite:

710 mm

Länge:

779 mm

Gewicht leer:

350 g

Gewicht flugfertig:

530 g

Impeller:

1 * 62 mm (Aussenläufer!)

Material

EPS veredelte Oberfläche

Baukasten

ARF

Lieferumfang

Modell, 4 Servos, 1 Impeller, 1 Brushless Motor, 1 Brushless-Regler 30A (?)

Standschub:

560g bei 11Volt 25 Ampere 50.000 U/min

Handbuch

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Test

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Erster Eindruck:

Der nur 10cm hohe Karton, in dem das Modell geliefert wird, misst versandfreudige 75cm*83cm. Im Karton ist ein zweiteiliger, passgenauer Styroporblock mit stabilen Kunststoffbändern befestigt, der das Modell unverrückbar sichert. Das Unterteil dieser Sicherung lässt sich später prima als Ständer für das Modell nutzen. 

Wo sind die Kleinteile?
In einem separaten kleinen Karton finden sich die Kleinteile.
Es handelt sich um den Impeller mit eingebautem Motor und angeschlossenem Regler, die Kabinenhaube und die beiden Seitenleitwerksflossen. Der nötige Spezialklebstoff ist ebenfalls dabei.
Alles weitere, wie Servos mit Gabelköpfen und Gestängen sowie Kabel, Stecker und Abdeckungen für Akku und Empfänger, sind bereits montiert.

 

 

 

Was bleibt zu tun?
Die beiden Seitenleitwerke werden in je einer passgenauen Aussparung im Rumpf mit dem beiliegenden Klebstoff befestigt.
Der Impeller wird in das zweiteilige Gehäuse geklebt und alles am Rumpf festgeklebt. Auch hier helfen passgenaue Aussparungen und Zapfen für eine einwandfreie Ausrichtung. Sämtliche Schritte sind in der Bauanleitung beschrieben und bebildert.
Bevor die Unterschale des Rumpfes endgültig verklebt wird, sollte der Platz für den Empfänger überprüft werden. Es ist ein recht kleiner Empfänger nötig. Der benutzte Jeti Rex5 misst 31x17x9mm und passt perfekt. Möglicherweise lassen sich leicht grössere Empfänger durch Ersetzen des Gehäuses durch Schrumpfschlauch anpassen.
Benötigt wird ein Empfänger mit (mindestens) 3 Kanälen (1* Querruder 1* Höhenruder und 1 Regleranschluß).
Alternativ können die eingebauten 4 Servos (je zwei für Quer und Höhe) auch direkt an den Empfänger angeschlossen werden.
Auch wenn die 4 Ruderklappen recht exotisch anmuten, handelt es sich um eine ganz konventionelle Steuerung mit Quer- und Höhenruder. Alllein die Ansteuerung des Höhenruders mit zwei Servos ist nicht alltäglich aber mit dem eingebauten V-Kabel auf einem Kanal möglich.
Der Sender benötigt also keine Mischfunktion. Sehr hilfreich ist es, wenn im Sender 30% Expo auf die Steuerfunktionen einstellbar sind, damit um die Neutrallage herum die Steuerwege gering sind und nach außen exponential grösser werden.
Interessante Möglichkeiten ergeben sich jedoch, wenn alle Servos vom Sender aus separart angesteuert und gemischt werden:
Das Höhenruder parallel als Querruder (Taileron) oder auch das Querruder als Höhenruderunterstützung...... Da tun sich noch Möglichkeiten für den Experten auf.

Der Antriebsakku
Ein 3-zelliger Lipo-Akku mit 2000 bis 2100 mAh und passendem Anschluss (3,5mm Goldstecker) ist für den Antrieb einzubauen. Die maximale Akkugröße liegt bei 109x38x25mm und sollte 175 Gramm nicht wesentlich überschreiten. Der drehfreudige Impeller zieht bei 11 Volt gut 25 Ampere Strom. Die sollte der eingesetzte Akku auch tatsächlich dauerhaft und nicht nur nach seinem Etikett liefern können. Die meisten Lipos in der 2100er-Klasse sollten das ab 15C problemlos liefern können. 
Der Hersteller hat absolut vorbildlich den Schwerpunkt unter dem Rumpf markiert.  Mit einem 175 Gramm schweren Lipo und einem 8 Gramm leichten Empfänger ist alles perfekt ausbalanciert. Bei anderen Gewichten wird mit wenigen Gramm Blei vorn oder hinten ausgeglichen.

Rudereinstellungen:
Die Ruderklappen werden auf neutral gestellt, mit 12 - 15mm Ausschlag ist man auf der sicheren Seite. 30% Expo hilft, das Modell ruhig zu steuern. Die maximalen 20mm Ausschlag kann man evtl. über Dualrate schalten.

Der Start:
Das Modell wird aus der Hand gestartet. Dazu sind zwei praktische Griffmulden an der Rumpfunterseite angebracht. Sinnvollerweise sollte beim Erstflug von einem routinierten Starthelfer geworfen werden. Ein paar Schritte Anlauf zur Sicherheit und gerades Werfen, dann ist der X-fighter in der Luft, bei einem Schub - Gewichtsverhältnis von besser als 1:1 sackt das Modell kaum durch,  beschleunigt rasch, kann schnell auf Höhe gebracht und das Gas, pardon der Strom zurueckgenommmen werden. 

Der Flug:
Lächeln macht sich breit auf dem Gesicht des Piloten.... Das Modell sieht nicht nur schnell aus, es fliegt auch so. Bereits mit Halbstrom ist der x-fighter munter unterwegs. Nun gilt es, sich mit der ungewohnten Silhoutte anzufreunden um die Fluglage im Blick zu halten. Noch ein, zwei Runden zum Trimmen, dann darf geturnt werden. Dank guter Ruderwirkung und kräftigem Antrieb bleiben keine Wünsche zum jettypischen Fliegen offen. 

Die Landung:
Wie viele andere Impellerjets auch, lässt sich der mega
x-fighter ohne Antrieb problemlos zur Landung steuern und zum Schluss stärker angestellt butterweich „ablegen“.

Der Eindruck:
Der mega x-fighter ist zwar ein "Schaummodell", verfügt aber doch über einige Besonderheiten, die ihn von anderen Modellen abheben.
Nicht nur die Form auch das Material ist recht neu. Die Oberfläche ist sehr glatt und sicher mitverantwortlich für die Fluggeschwindigkeit.
Der zierlich wirkende Impeller wird von einem 6-poligen Aussenläufer angetrieben und hat es 'faustdick' hinter seinen Impellerschaufeln. Die Wicklung ist sehr ordentlich ausgeführt, die Magnete sind der Rundung der Glocke angepasst. Mit seinen 560 Gramm Schub ergibt sich daher auch eine beachtliche Leistung in dieser Klasse. Das offenen Design sorgt für gute Kühlung des Motors und auch der montierte Regler wird vom Luftstrom des Impellers bestens gekühlt. Sogar an Kühlluftschlitze in der Klappe der Akku-Abdeckung hat man gedacht.

Das Potential:
Beim mega x-fighter gibt es im positiven Sinne nichts mehr zu tunen. Abgesehen von Empfänger und Akku ist das Modell "all-inklusive".

Fazit:
Es handelt sich beim arkai mega x-fighter um ein gut verarbeitetes und vorbereitetes ARF-Modell für den fortgeschrittenen Modellpiloten entweder als Einstieg in die Impellerfliegerei oder als Spassmodell nebenbei bei geringem Bau- und Kostenaufwand. 

Ein herzliches Dankeschön an dieser Stelle  an

Felix Neubauer für die Fotos und
Willem Persson als Starthelfer.